logo linux mintBei der Planung einer Neuinstallation meines bestehenden Linux Mint 19 habe ich mich dazu entschlossen, die Systempartition (root) und die Nuterzdatenpartition (/home) zu trennen. Da lag es nahe, für das System gleich ein SSD Laufwerk zu verwenden.

 

Auf der Systempartition werden unter Linux das System und die installierten Programme untergebracht. Für eine Neuinstallation des Systems, beispielsweise von Linux Mint 18.3 zu Linux Mint 19.0, ist es sinnvoll, die Nutzerdaten auf einer eigenen Festplatte abgelegt zu haben. Diese wird dann als /home Partition eingebunden und die Dokumente, Fotos und Videos auf der /home Partition stehen dem Nutzer zur Verfügung, als wenn sie auf einer Festplatte wären.

Die System- und die Nutzerdaten auf unterschiedlichen Festplatten abzulegen ist eine gute Idee, so kann bei einer späteren Neuinstallation des Systems einfach die Systempartition aktualisiert werden, die Nutzerdaten (den selben Nutzernamen vorausgesetzt) werden dann automatisch zugeordnet, bei der installation jedoch nicht gelöscht.

Das vereinfacht die Aktualisierung des Systems ungemein.

Bei diesem Vorhaben geht es nicht darum, große Datenmengen auf dem SSD Laufwerk speichern zu müssen. Daher war die Entscheidung ein maximal 250GB großes Laufwerk zu erwerben naheliegend.

Ein solches Laufwerk gibt es zur zeit, je nach Hersteller, zwischen 40,- € und 80,- €. Da ich damals mit Samsung Festplatten immer eine gute Erfahrung gemacht hatte, habe ich mich für ein SSD Laufwerk von Samsung entschieden.

Für die Nutzerdaten, die in Linux immer im Verzeichnis /home abgespeichert werden, habe ich eine 2TB Festplatte verwendet.

Bei meinem System habe ich zwei gleiche 2TB Festplatten im Einsatz. Auf der ersten ist die aktuelle /home Partition untergebracht, die zweite ist im Rechner zwar verbaut, aber nicht im System angemeldet. Hierauf werden dann mehrfach pro Woche die Nutzerdaten gespiegelt, Dazu verwende ich mein selbst erstelltes Datensicherungsskript. Hinweise zu diesem Skript finden sich hier.

Als Datensicherungmedium könnte natürlich auch eine möglichst gleichgroße externe Festplatte, beispielsweise über USB 3 angeschlossen, verwendet werden. Diese Lösung ist zwar langsamer, hätte jedoch den Vorteil, das die Datensicherung an einem anderen Ort als der PC aufbewahrt werden könnte.

Eine swap-Partition ist auf System mit weniger Arbeitsspeicher, also unter 4 GB, durchaus sinnvoll. Bei Systemen mit bespielsweise 8 GB und mehr würde diese nicht mehr genutzt, es sei denn, es wird sehr speicherhungrige Software verwendet.

Soll eine swap-Partition angelegt werden, so hat sich eine Größe mit etwas mehr als dem installierten Arbeitsspeicher bewährt.

Bei 2 GB Arbeitsspeicher könnten dann 2,5 GB swap-Partition angelegt werden.

Vorweg muss die Hardware eingebaut und angeschlöossen werden.

Ist dies geschehen, kann Linux Mint vom USB Stick oder einer DVD gebootet werden. Wie dies zu machen ist, ist in jedem PC etwas unterschiedlich. Bei mir muss ich beim Systemstart die Taste [F12] drücken, danach kann dann das Bootmedium ausgewählt werden.

Da ich meine Installationen, wenn möglich, von einem USB Stick aus durchführe, wird dieses dann auch zum Start ausgewählt.

Kurz nach dem Start erscheint eine Auswahl, hier bitte den oberen Eintrag "Linux Mint testen" auswählen.

Linux Mint startet nun vom USB Stick aus.

Jetzt kann noch einmal getestet werden. Zur Installation das Symbol mit der DVD auswählen. Die Software zur Installation von Linux Mint auf dem System startet nun.

Tragt die Nutzerdaten sowie das gewünschte Passwort ein.

Achtung, bei der Auswahl der Installationsart bitte auf keinen Fall den obersten Eintrag auswählen sondern den unteren, er trägt den Namen "etwas anderes".

Es werden nun die vorhandenen Platten aufgelistet.

Bitte die SSD Platte mit Ext4 formatieren und als Root zuweisen, Auswahl des Einhängepunktes "/".

Die Nutzerdatenplatte ist dann die andere Festplatte. Hier als Einhängepunkt "/home" auswählen. Ist diese Platte leer, so kann auch hier noch formatieren bestätigt werden.

Sind schon Nutzerdaten auf der /home Partition vorhanden, solte diese Platte lediglich eingehängt werden, auf keinen Fall formatiert. Daruch würden die vorhandenen Daten verloren gehen.

In manchen Fällen startet das System nicht selbstständig, dann muss im BIOS das SSD Laufwerk als Standard Boot Medium eingestellt werden.

Sollte später einmal Linux Mint neu installiert werden, so bitte alles wie beschrieben machen, lediglich die /home Partition sollte nun auf keinen Fall formatiert werden.

Als Sicherheit könne auch darüber nachgedacht werden, bei einer Neuinstallation auch eine neue SSD Platte zu verwenden. So wäre es bei evtl. Probleme mit einer neuen Ausgabe von Linux auch problemlos möglich, einfach wieder die alte SSD mit der Vorversion einzusetzen, Nun wäre wieder alles so wie vor dem Upgrade.