logo linux mintBei der täglichen Arbeit mit dem PC werden oftmals Dokumente gesucht, geöffnet, kopiert oder verschoben. Dabei kommt dann der Dateimananger des Systems zum Einsatz.

Bei Cinnamon trägt er den Namen "Nemo".

 

Nemo ist eine Weiterentwicklung des Dateimanagers "Nautilus" der Oberfläche Gnome. Gerade aktuell ist Nemo in der Version 3.8.6. Als Codebasis wurde Nautilus in der Version 3.4 verwendet. Die Version 3.6 von Nautilius enthielt so viele Veränderungen, mit denen die Entrwickler von Linux Mint nicht einverstanden waren, dass sie sich dazu entschlossen haben, die Entwicklung selbst weiter zu führen.

Schon der Name des Dateimanagers "Nemo" soll zeigen, wo die Reise hingehen  soll. Wer könnte besser die neue Richtung der "Nautilus" bestimmen als ihr Kapitän "Nemo". (20.000 Meilen unter dem Meer, Jules Verne)

Nemo startet im "Einfenstermodus". Beim kopieren von Dateien kann es sinnvoll sein, ein Fenster für die Quelle und eines für das Ziel offen zu haben.

Bei Nemo wählt man dazu das Zielverzeichnis aus und klickt mit der rechten Maustaste darauf. Es erscheint nun ein Kontextmenü. Hier kann man nun "Im neuen Fenster öffnen" auswählen. Nemo zeigt nun eine weitere Instanz mit dem Inhalt des gewünschten Ordners. Diese beiden Fenster können frei auf dem Desktop platziert werden. Das Kopieren von Dateien ist nun eine Leichtigkeit.

Nemo kann auch nach Dateien suchen. Dazu dient die Schaltfläche mit der Lupe. Im Beispiel sehen wir einen Teil des Ergebnisses der Suche nach OpenDocument Textdokumenten ".odt", wie sie unter anderem von Libreoffice erzeugt werden.

Als Standardeinstellung zeigt Nemo die Dateipfade in der oben angezeigten Variante. Das ist auch sehr praktisch, wenn Ordner gewechselt werden sollen.

Möchte man jedoch den kompletten Pfad sehen, kann die Anzeige umgestellt werden. Dazu wird die Schaltfläche mit dem gebogenen Pfeil verwendet. Nochmaliges Klicken ändert die Anzeige wieder.

Über das bereits weiter oben beschriebene Kontextmenü kann auch die Farbe von Ordnern verändert werden.

Das kann, je nach Arbeitsweise, durchaus sinnvoll sein.