Cinnamon Desktop, eine kurze Vorstellung

logo linux mintHinter dem Namen Cinnamon (engl. Zimt) verbirgt sich die Standardbenutzeroberfläche von Linux Mint. Sie wird entwickelt von den Entwicklern von Linux Mint.

Das Ziel der Entwickler ist es, eine intuitiv zu bedienende Oberfläche für Linux zu erstellen. Alles soll wie aus einem Guss erscheinen und gut zusammen arbeiten. Dabei soll sich die Arbeit mit dem System gewohnt anfühlen, der Nutzer soll sich zu Hause fühlen.

Das sind sehr hohe Ansprüche, jedoch ist es wirklich fast so. Wer bereits einmal mit einem PC gearbeitet hat, sei es nun unter Windows 7 oder auch unter Linux mit Gnome oder KDE, wird sich in Cinnamon schnell zu Hause fühlen.

Die Oberfläche erscheint klar und aufgeräumt, die Menüs sind sinnvoll aufgebaut.

Desktop

Auf dem Desktop können, wie von Windows her bekannt, Verweise zu Anwendungssoftware liegen, aber auch Dokumente (im obigen Bild die LibreOffice Datei: Test.odt) sowie Links zu Dokumenten oder Verzeichnissen. Wie auch unter Windows üblich, werden die Links durch einen kleinen Pfeil unten rechts um Symbol gekennzeichnet.

Die Verwendeten Symbole sind wahlweise und Abhängig von dem Verwendeten Theme. Im obigen Bild sind beispielsweise die Symbole des Themes "Mint Y", welches in Linux Mint ab der Version 18 mit ausgeliefert wird. Ich mag besonders die klaren und einfachen Symbole, aber das kann sich der geneigte Nutzer nach dem eigenen Geschmack einrichten. Dies geht über das Menü und dann auf Systemeinstellung und Themen.

Einstellungen

 Der Dateimanager von Cinnamon, Nemo, ist ein leicht zu bedienendes und sehr leistungsfähiges Programm.

Nemo

Eine, wie ich finde, shr gute Funktion ist die Möglichkeit der Umschaltung der Anzeige des Pfades.

Nemo pfad 001

Der Dateipfad in der "Schaltflächenansicht" und hier nun umgeschaltet als

Nemo pfad 002

Dateipfad im eigentlichen Sinne.

Wer einmal versucht hat, unter Windows 7 den reellen Pfad einer Datei herauszufinden, wird diese Funktion zu schätzen wissen.

Praktisch ist auch die Möglichkeit, einen Ordner über die rechte Maustaste in einem neuen Nemo-Fenster öffnen zu lassen. Dadurch werden Datei-kopierarbeiten zu einem Kinderspiel.

Ordner als fenster

Die Fenster lassen sich, wie von Windows 10 gewohnt, sehr einfach auf dem Bildschirm anordnen. Zieht man beispielsweise ein Nemo-Fenster an den oberen Bildschirmrand, so wird das Fenster automatisch in die Größe gebrachtm dass zwei Fenster exakt übereinander passen.

Dies funkioniert mit allen Kanten aber auch mit den Ecken, so können dann bis zu vier Fenster optimal auf dem Bildschirm angeordnet werden.

 Fensterverteilung

 Es wurde versicht, die Funktionen des Kontextmenüs so anzuordnen, dass die häfig benötigten Funktionen gut zu erreichen sind. Dies lässt sich durch die Position des Befehls "Papierkorb leerem" gut zeigen.

Papierkorb kontext ausrichtung

Rechter Mausklick auf dem Papierkorb, der benötigte Befehl zum leeren des Papierkorbs liegt direkt unter der Maus.

Natürlich kann auch Cinnamon mehrere Arbeitsflächen verwalten. Einfach mit der Maus in die linke obene Ecke des Desktops gehen, und es erscheinen die verfügbaren Arbeitsflächen.

Arbeitsflaechen

Mein Fazit: Cinnamon, hier im Bericht in der Version 3.0.7, macht auf mich einen sehr guten Eindruck. Intuitiv zu bedienen, durchdacht und schnell.Cinnamon zählt für mich, jedenfalls auf einem Rechner der nicht zu alt ist um mindestens 1 GB Arbeitsspeicher besitzt, zur absolut ersten Wahl.